Sozialtage
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Sozialtage

Das waren die 5. Kurpfälzer Sozialtage 2010:

"Themen der Sozialtage weitertragen"
 Nach zehn Veranstaltungen ziehen Organisatoren ein positives Fazit

Mit einem Besinnungstag wurden am Sonntag die 5. Kurpfälzer Sozialtage in der Metropolregion Rhein-Neckar beendet. Unter dem Motto „Zukunft durch Nachhaltigkeit“ waren in den vergangenen 14 Tagen verschiedene Referentinnen und Referenten auf Einladung des Diözesansekretariates Nordbaden der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und des Referates Arbeitnehmerseelsorge zu Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen in der gesamten Metropolregion zu Gast.

„Dabei wurde eines ganz deutlich“, so der KAB-Diözesansekretär Ulf Bergemann, „unsere Gesellschaft hat nur dann Zukunft, wenn wir wieder lernen, den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen.“ Kurzfristige Entscheidungen, die nur der Gewinnmaximierung in der Wirtschaft dienen, führen letztendlich zum Kollaps des gesamten Wirtschaftssystems und damit zum Auseinanderbrechen der Gesellschaft, so der Diözesansekretär.

Die Sozialtage der KAB finden alle zwei Jahre in Nordbaden statt und versuchen die unterschiedlichsten Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Kirche zum Dialog und zum Meinungsaustausch anzuregen. Dabei, so Bergemann, fällt auf, dass in den kirchlichen Räumen die leisen und nachdenklichen Töne dominieren. So war sowohl der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes von Südwestmetall Dr. Rainer Dulger, als auch der Erste Vorsitzende der IG Metall Berthold Huber sehr auf Dialog und Ausgleich bedacht. Und genau das sollen die Sozialtage bewirken, so Ulf Bergemann. Nicht die Konfrontation, sondern das Miteinander konstruktiv Überlegen, wie unsere Gesellschaft für die Zukunft fit gemacht werden kann, ohne ideologische Scheuklappen, ist Auftrag der Kurpfälzer Sozialtage.

Welches Menschenbild hinter dem Ansinnen der Sozialtage steht, brachte Präses Burghard Weghaus SJ auf den Punkt: „Hier arbeitet ein Mensch“ – und genau unter diesem Motto „Gute Arbeit – hier arbeitet ein Mensch“, stand die Auftaktveranstaltung mit Jesuitenpater Friedhelm Hengsbach, der zu Beginn eine Ausstellung zum Thema in der VR Bank in Seckenheim eröffnete.

 Uwe Terhorst, Referent für Arbeitnehmerseelsorge in der Region Rhein-Neckar, fasste zusammen: Mit den unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie „Nachhaltiges Wirtschaften“ (Dr. Wolfgang Kessler), „Steuer gegen Armut“ (Pater Dr. Jörg Alt SJ), „Eine nachhaltige Gesundheitspolitik“ (Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer), „Nachhaltige Tarifverträge“ (Dr. Rainer Dulger) oder die Frage nach den „Lehren aus der Krise“ (Berthold Huber und Hans-Ulrich Jörges) zeigten, dass KAB und Arbeitnehmerseelsorge abermals die Themen der Zeit aufgegriffen und thematisiert haben. Die Eröffnung der Sozialtage mit Gottesdienst und Festakt (Weihbischof Dr. Bernd Uhl und Sozialministerin Dr. Monika Stolz), aber auch ein kabarettistischer Abend (Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel) und der abschließende Besinnungstag (Bundespräses Albin Krämer) zeigten, so Terhorst, dass die KAB die Bandbreite des Lebens widerspiegle.

 Ulf Bergemann betonte, dass jetzt die Weiterarbeit mit den Themen zeigen müsse, was Politik, Gewerkschaften, Wirtschaft und Kirche zu unternehmen hätten, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten.

Pro Veranstaltung kamen zu den Vorträgen und Diskussionsrunden zwischen 50 und 200 Besucher. Die Vorträge sind zum Teil unter „Downloads“ abrufbar. Im kommenden Jahr wird der „Kurpfälzer Dialog“ in Mannheim diese Themen vertiefen. Weitere Informationen können auch telefonisch unter 0621/25107 angefordert werden.

 

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